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Nadine Metgenberg von Fine Weddings & Parties im Interview

Fine Weddings & Parties ist die Adresse für Hochzeits- und Eventplanung im Luxus Segment. Nadine Metgenberg und ihr Team verwirklichen Traumhochzeiten auf der ganzen Welt und lassen jede Hochzeit zu einem ganz unvergesslichen Erlebnis werden, für die Brautpaare und für die Gäste. Wir haben Nadine interviewt und über Luxus-Hochzeiten, den aktuellen Hochzeits-Markt und Nachhaltigkeit gesprochen. 

Wie sind Sie drauf gekommen, Ihre Agentur zu gründen?

Meinem Vater hätte es ausgesprochen gut gefallen, wenn ich Jura studiert hätte. Dann wäre ich heute womöglich eine erfolgreiche Scheidungsanwältin. Um Himmelswillen, den Job überlasse ich gerne Laura Wasser! Menschen trennen, liegt mir nicht, lieber möchte ich Glück um mich haben und verbreiten. Schon in meinem Elternhaus hatten Spaß und Feiern große Bedeutung. Geschwister, Cousins und Cousinen, die ganze Familie und deren Freunde - wenn die alle zusammenkamen, gab es manch schöne Geschichte zu erzählen. Für diese Zusammenkünfte habe ich schon damals einiges auf die Beine gestellt, und später dann für meine eigene große Familie. Feste zu organisieren und Menschen damit zum Staunen zu bringen, war schon immer meine Passion. Dass sie zur Profession wurde, lag also schlichtweg auf der Hand: Jeder tut, was er am besten kann.

Boomen Luxus-Hochzeiten?

Erlauben Sie mir eine Gegenfrage: Wie definiert man eigentlich Luxus und was ist eine Luxus-Hochzeit? Ich organisiere seit rund 10 Jahren internationale Events. Am Anfang für eine große politische Stiftung, dann für verschiedene andere Hochzeitsplaner als Freelancer, seit rund 6 Jahren unter meiner eigenen Marke. Der Trend ist klar: Aus Hochzeiten wurden Mega-Hochzeiten. Und Luxus bedeutet für mich nicht, dass man einen hohen Preis für etwas bezahlt, sondern dass der Preis höher ist als die Summe der einzelnen Teile. Luxus heisst, dass man mit seinem Produkt oder seiner Dienstleistung einen extremen Mehrwert bietet.

Wie entwickelt sich der Markt?

Grundsätzlich sehe ich Wedding-Weekends, also Feierlichkeiten über drei Tage, weiterhin auf dem Vormarsch. Die Brautpaare sind extrem gut informiert, über soziale Medien können sie sich quasi in Echtzeit anschauen, wie Menschen auf der ganzen Welt Hochzeiten feiern, von Mailand, über Beirut, Sidney bis New York.

Und sowohl Braut als auch Bräutigam wählen zwei verschiedene Outfits für den Hochzeitstag, tagsüber zur Trauung sehr romantisch, teils auch noch sehr traditionell. Abends fürs Gala-Dinner und zur After-Party darf es dann einen Outfit-Wechsel geben, und der Look wird durchaus sexier.

Gleichzeitig spielt Entertainment eine immer wichtigere Rolle bei der Event-Planung.

Ganz aktuell werden wir für die nächsten zwei bis drei Jahre nach der Pandemie sicher kleinere, intimere Feiern erleben. Angesagt sind sogenannte „Tiny Weddings“ und vor allem aktuell „Outdoor Weddings“, aufgrund der behördlichen Bestimmungen. Sobald eine verlässliche Corona-Impfung gefunden ist, wird sich der Markt auch wieder stabilisieren.

Wir beobachten auch eine steigende Nachfrage nach Hochzeiten, bei denen komplett auf Fleisch bzw. tierische Produkte verzichtet wird. In New York sind vegane Hochzeiten bzw. vegane Haute Cuisine bereits gang und gäbe. Mittlerweile werden viele Köche, auch im Sternebereich, für Hochzeiten engagiert, die ausschließlich vegane Menüs zubereiten. Aktuell ist es aber standardmäßig immer noch eine Mischung aus Fleisch und Fisch sowie vegetarischen Speisen. Wir sprechen unsere Kunden allerdings darauf an, ob vegane Gänge gewünscht sind. Auch Unverträglichkeiten und Allergien werden berücksichtigt und im Vorfeld abgefragt.

Wie wichtig ist Nachhaltigkeit /Green Weddings?

Fine Weddings & Parties steht für Premium und Luxus-Parties. In diesem Segment sind Hochzeiten normalerweise per Definition nachhaltig. Das kann ich als Luxus Wedding Plannerin sagen. Dabei ist hier Luxus nicht gleichzusetzen mit pompösem Overload, sondern mit Nachhaltigkeit. Unsere Hochzeiten sind schon immer nachhaltig: Sie sind besonders, außergewöhnlich und bleiben in Erinnerung. Aber auch in Sachen verantwortungsvollem Umgang mit Ressourcen agieren wir nachhaltig. Kunden, die etwa im kleinen Kreis zuhause eine Hochzeit von uns planen lassen, nutzen in der Regel das eigene Silberbesteck, das über mehrere Generationen vererbt wurde. Ansonsten mieten wir ausschließlich edles Besteck und Geschirr an, Einweg kommt nicht in Frage. Drinks und Speisen (alle Produkte sind aus der Region und aus nachhaltigem Anbau) werden bei uns normalerweise aus Kristallgläsern, Karaffen und auf Porzellanplatten serviert. Auf Plastikstrohhalme wird verzichtet und wenn überhaupt, bestehen sie nicht aus Plastik sondern aus Metall. Selbst hinter den Kulissen beim Crewcatering wird komplett auf Einwegplastik verzichtet. Dazu halten wir auch alle unsere Dienstleister an. Zum Beispiel verzichten die meisten unserer Floristen auf die grüne, umweltschädliche Steckmasse, um Blumendekoration zu befestigen. Ballon-Dekorationen erleben schon jetzt in den USA teilweise einen echten Shitstorm auf den sozialen Medien, wegen ihrer Umweltschädlichkeit.

Aber klar ist: Green Weddings werden immer beliebter, Kunden fragen das explizit an. Das war vor einigen Jahren noch nicht so. Meiner Meinung nach ist das nicht nur ein vorübergehender Trend.

 

Wie gelingt eine Party und wird zu einem unvergesslichen Erlebnis?

Eine Party sollte authentisch rüberkommen: der Gastgeber, das Geburtstagskind oder das Brautpaar müssen strahlen, und jeder soll fühlen, riechen, schmecken, dass die Party-DNA schwingt. Die Feier wird unvergesslich bleiben, wenn sie besonders war, im positivsten Sinne. Das gelingt besonders gut, wenn man bei der Planung meine fünf goldenen Regeln beachtet: Der Gast darf nicht frieren, schwitzen, oder hungern, er darf nicht durstig sein und – jetzt kommt die Kür - sich nicht langweilen.

Wie teuer ist eine Hochzeit

Darf ich das mit einer Gegenfrage beantworten?
Wie lang ist ein Stück Seil? Oder wie teuer ist ein Auto?

 

Worauf muss ich achten wenn ich im Ausland heiraten will?

Egal, wo geheiratet wird: Den Gästen sollte eine einfache und unkomplizierte Anreise ermöglicht werden. Das heißt: keine stundenlange Weiterreise mit der Fähre oder durch die Berge. Eine gute Infrastruktur ist das A und O. Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist die Zweisprachigkeit. Ist die gewählte Destination das Heimatland von Braut oder Bräutigam, ist davon auszugehen, dass nicht alle Gäste die deutsche oder die englische Sprache beherrschen. Daher sollten Drucksachen wie Menükarten oder Programmhefte immer in beiden vertretenen Sprachen angefertigt werden.
Auch die länderspezifischen Traditionen und Regularien sind natürlich zu beachten. In Italien oder Spanien zum Beispiel ist es nicht üblich, länger als 1 Uhr nachts zu feiern. Bei uns Deutschen würde ein so frühes Ende einer Hochzeit als eine „lahme“ Veranstaltung gelten. Hier ist also wichtig zu prüfen, ob die Feier nach 1 Uhr fortgesetzt werden kann.

Die Uhren ticken im Ausland oft anders als in Deutschland. Viele Destinationen im Süden sind zum Beispiel über den Winter geschlossen. Da ist Geduld gefragt. Eine Herausforderung sind auch eventuelle Sprachbarrieren. Das beginnt schon bei den Verträgen mit ausländischen Dienstleistern, die im allerseltensten Fall auf Deutsch verfasst werden. Grundsätzlich sollten alle Absprachen schriftlich festgehalten werden – das kann nur von Vorteil sein.

By the way: Es ist zwischen Traum und Realität zu unterscheiden. Beim Heiraten im Ausland liegt der Gedanke vom Hochzeitsszenario am Strand und „mit den Füßen im Sand“ nahe. Dass es im Süden im Sommer aber brennend heiß ist und man mit Schaulustigen Urlaubern in Badehose rechnen muss, sollte einem ebenfalls bewusst sein. Auf Mallorca zum Beispiel, einer der beliebtesten Ziele für Destination Weddings, sind Strandhochzeiten mittlerweile nicht mehr möglich, da die Strände öffentlich und unter Naturschutz gestellt sind. Anders ist es beispielsweise in Portugal. Hier kann eine Strandhochzeit ohne Probleme umgesetzt werden – und das in einer ruhigen Bucht, wo man mit seinen Liebsten ganz unter sich ist. Zudem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis in Portugal top! Da bekommt man noch richtig viel „Bämm!“ für sein Budget.

 

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